Einleitung

Der Beamer ist heute aus vielen professionellen und privaten Anwendungsbereichen nicht mehr wegzudenken. Ob Heimkino oder exzellente Präsentation, zu vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten dieses mehr als kompetenten Nachfolgers des guten, alten Diaprojektors. Nicht selten stellt man sich daher die Frage: Wer hat dieses fantastische Gerät eigentlich erfunden?

Von der Laterna Magica zum Beamer

Tatsächlich ist der Beamer auch von der Grundtechnik her ein legitimer Nachfolger des Diaprojektors.
Beide Geräte gehören zu den Projektoren. Diese Geräte bilden mit eigener Lichtquelle ausgestattet eine zweidimensionale Vorlage auf einer ebenen Projektionsfläche ab. Während der Diaprojektor ein transparentes, fotografisch erzeugtes Dia-Bild abbildet, bildet der Beamer ein digital erzeugtes Bild über Flüssigkristallanzeigen, beziehungsweise über ein Digital Micromirror Device ab. Beide Geräte haben einen gemeinsamen Vorfahren, der bereits in das 17. Jahrhundert zurückgeht. Verschiedenen Persönlichkeiten wird die Gestaltung dieser Ur-Form eines Projektors zugeschrieben, unter anderem dem niederländischen Physiker Christian Huygens, der Vorlagen aus dem 14. Jahrhundert weiter entwickelt haben soll. Der Jesuit Athanasius Kircher beschrieb das Laterna – Magica Prinzip 1671 wissenschaftlich, vermutlich die erste wissenschaftliche Abhandlung zum Projektorprinzip.

Technische Grundlagen des modernen Videoprojektors – Beamers

Bereits 1939 gelang Fritz Fischer die Projektion elektronisch kodierter Bilder mit dem sogenannten Eidophor- Verfahren, das erst 1960 zur Marktreife gelangte. Bis in 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts sollte dies die einzige Möglichkeit zur Abbildung solcher Bilder und Signale sein. Bereits 1968 wurden Versuche mit Flüssigkristallanzeigen gemacht, aber erst 1988 gelang es der US-amerikanischen Firma Projectavison Inc. und japanischen den Wettbewerbern Sharp und Epson marktreife Geräte – Beamer mit der LCD Technik – zu entwickeln. Texas Instruments begann seinerseits 1987 die DLP Technik zu entwickeln, die 1996 Marktreife zu erlangen.

Der Beamer – viele Väter

Insgesamt gesehen hat der moderne Beamer also viele Väter und geht als Projektor-Weiterentwicklung nicht auf eine Erfindung zurück.